Rita Süßmuth, Inspiration und Funke

Weil ich ein Mensch bin, der sich für Menschen interessiert, öffnete ich nicht nur meine Ohren, als diese kleine Person auf die Bühne der YesCon! 2025 kam, gestützt von der Moderatorin. Ich öffnete auch mein Herz. Rita Süßmuth sagte, wie wichtig es sei, miteinander im wahren, menschlichen Kontakt zu sein, komme was wolle. Nicht wie früher, als Menschen mit Krebs versteckt wurden, verheimlicht, man nicht über “K” sprach. Diese zierliche und dennoch kraftvolle Person zu erleben, hat mich tief berührt. Ich spürte schon mein Fan-Herz klopfen und fasste meinen Mut zusammen, wartete neugierig in ihrer Nähe auf einen Augenkontakt. Als er kam, mit einem Lächeln begleitet, wusste ich, dass ich mich näher wagen durfte. Im darauffolgenden sehr kurzen Gespräch standen wir ganz nah, die Hände ineinander verschlungen, ich dankte ihr für die Rede und sie beschwor mich erneut, wie schön und wichtig der Zusammenhalt sei. Damals fasste ich wohl insgeheim den Entschluss, Coach zu werden. Ich hatte die Eierstock-Krebserkrankung hinter mich gebracht, neue Kräfte gesammelt und bereit, mich weiter nach draußen zu wagen, meine neu entdeckte Kraft zu “versprühen” – durch Ritas Rede war das wie ein Startschuss. Kurz darauf verstarb sie, doch ihr Licht wird wohl immer leuchten.

Vielleicht liegt genau darin auch die Grundlage meiner Arbeit als Coach: Menschen wirklich zu begegnen, zuzuhören und Räume zu schaffen, in denen sie sich mit allem zeigen dürfen, was sie bewegt. Denn Entwicklung entsteht oft dort, wo wir uns gesehen, verstanden und verbunden fühlen.

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